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Sans-Papiers im Kanton Zürich: Secondas begrüsst vorliegende Analyse und will gut integrierte Familien mit Kindern regularisieren

Der Regierungsrat hat heute einen Bericht zur Situation von Sans-Papiers im Kanton Zürich publiziert, der erstmals eine vertiefte Analyse über Anzahl, Herkunft, Alter, Familien- und Arbeitssituation sowie Zugang zur medizinischen Grundversorgung dieser Bevölkerungs-gruppe enthält. Es wird davon ausgegangen, dass zwischen 13‘600 und 24‘900 Sans-Papiers im Kanton Zürich leben, die zu geschätzten 42% aus Lateinamerika, 21% aus europäischen Staaten ausserhalb EU/EFTA, 17% aus Afrika sowie 14% aus Asien stammen. Und in Privathaushalten (34%) sowie Kleingewerbe wie Coiffeur & Beauty, Reinigung oder Logistik (27%) bzw. in Bau- und Baunebengewerbe sowie Gastgewerbe (je 14%) tätig sind.

Der Regierungsrat hat seine Bereitschaft durchblicken lassen, die geschätzten 2‘000 bis 3‘700 Sans-Papiers, die die zeitlichen Voraussetzungen für eine Härtefallregelung erfüllen, einer solchen Überprüfung zuzuführen. Dies sofern die übrigen gesetzlichen Kriterien – Offenlegung der Identität und gute Integration in der Schweiz – ebenfalls gegeben sind.

Secondas Zürich hat sich in den letzten Jahren mehrmals zur Regularisierung von gut integrierten Sans-Papiers geäussert – und insbesondere einen Prozess nach Genfer Vorbild der Operation Papyrus gefordert. Dies aus folgenden Überlegungen: Die Sans-Papiers leben mitten unter uns und sind als quasi ‚Recht- und Schutzlose‘ illegalen Praktiken von unterschiedlicher Seite ausgesetzt. Diese Situation ist nicht nur für die Betroffenen unzumutbar sondern auch für die Gesellschaft und staatlichen Organe unerträglich. Obwohl fast ausnahmslos erwerbstätig, also wirtschaftlich eigenständig, und meist gut integriert, können Sans-Papiers ihren Beitrag an Wirtschaft und Gesellschaft nicht leisten.

Secondas Zürich begrüsst die Tatsache, dass nun erstmals eine fundierte Analyse über die Lebenssituation von Sans-Papiers im Kanton Zürich vorliegt und freut sich über die positiven Signale des Regierungsrats hinsichtlich der Härtefallregelung. Ausserdem befindet sich bei den beiden im Vorstand von Secondas Zürich vertretenen Kantonsrätinnen Silvia Rigoni (Grüne) und Birgit Tognella-Geertsen (SP) ein Postulat in Arbeit, das eine Regularisierung von Sans-Papier-Familien mit Kindern anstrebt und für das aktuell mit Blick auf die Mehrheitsfähigkeit Gespräche mit potenziellen MitunterstützerInnen geführt werden.

Für Rückfragen:
Isabel Garcia, Präsidentin, Mobile: 079 652 85 19          
Përparim Avdili, Mitglied des Vorstands, Mobile: 079 377 15 11
Dominik Mazur, Mitglied des Vorstands, Mobile: 079 403 89 51
Silvia Rigoni, Mitglied des Vorstands, Mobile: 079 749 10 54
Birgit Tognella-Geertsen, Mitglied des Vorstands, Mobile: 079 233 25 67

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