An der Generalversammlung vom 18. Januar 2014 im Haus der Kulturen im Kreis 4 hat der Verein Second@s Plus Zürich seinen Vorstand erweitert und ein neues Präsidium gewählt. Der Vorstand von Second@s Plus Zürich setzt sich aus 10 engagierten Persönlichkeiten ganz unterschiedlicher Herkunft zusammen, die sich in vielfältiger Weise für die Förderung und die Interessenwahrung von MigrantInnen, die Anpassung der demokratischen Instrumente an die Gegebenheiten einer mobilen Gesellschaft und ein offenes Miteinander engagieren. Alle Mitglieder des Vorstands gehören auch einer politischen Partei an – wobei diese das Spektrum SP, Grüne, Grünliberale, AL und Piraten abdecken.

Als Co-Präsidentinnen fungieren neu die Migrationsexpertin und alt SP-Gemeinderätin Lucia Tozzi sowie die Politologin und GLP-Gemeinderätin Isabel Garcia.

Grosse Resonanz der Kandidierenden-Umfrage, überraschende Antworten inklusive

Im Hinblick auf die Stadt- und Gemeinderatswahlen in der Stadt Zürich vom 9. Februar 2014 hat Second@s Plus Zürich einen Fragebogen lanciert, der den Kandidierenden 5 Fragen zu aktuellen Themen des Bürgerrechts, der Migrations- und Ausländerpolitik sowie der politischen Partizipation im allgemeinen unterbreitet.

Der Rücklauf entwickelt sich äusserst positiv, haben in 3 Wochen doch rund 120, also mehr als 10% aller Kandidatinnen und Kandidaten, den Fragebogen ausgefüllt. Die teilweise durchaus überraschenden Antworten werden laufend auf dieser Website publiziert (s. unten).

An der Generalversammlung wurde zudem beschlossen, dieses Instrument der Kandidierenden-Umfrage auch bei zukünftigen Wahlen einzusetzen, und es weiter zu verfeinern.

Befriedigung über Abschaffung der Stadtzürcher Einbürgerungsrichtlinien

Mit grosser Befriedigung nahm die Mitgliederversammlung von der Abschaffung der kommunalen Einbürgerungsrichtlinien in der Stadt Zürich Kenntnis. Am 8. Januar 2014 hatte der Zürcher Gemeinderat mit den Stimmen von SP, Grünen, Grünliberalen, CVP, AL und EVP die „Richtlinien für die Aufnahme von im Ausland geborenen Ausländern in das Stadtzürcher Bürgerrecht“ aufgehoben. Das heisst, es gelten neu – neben der nationalen Regelung von mindestens 12 Jahren Wohnsitz in der Schweiz – die Vorgabe der Zürcher Kantonsverfassung, dass Einbürgerungswillige von diesen 12 Jahren mindestens 2 in derselben Gemeinde gewohnt haben müssen (statt 6 wie bis anhin). Zudem werden bei den Sprachkenntnissen Schweizerdeutsch und Hochsprache gleichgestellt; das heisst die Beherrschung der Mundart ist für die Einbürgerung nicht mehr zwingend, wenn jemand gut Hochdeutsch spricht.

Second@s Plus Zürich freut sich ausserordentlich, dass die Stadt Zürich mit dieser Neuerung den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen wie der gestiegenen Mobilität der Bevölkerung Rechnung trägt – und dass in einer Zeit, in der Ausländerinnen und Ausländern generell mehr Hindernisse in den Weg gelegt werden, ein Kontrapunkt gesetzt wird, indem Hürden abgebaut werden. Second@s Plus Zürich wird sich dafür einsetzen, dass dieses Beispiel auch in anderen Gemeinden des Kantons Zürich Schule macht.