Als Mitglied des NGO-Komitees setzt sich Second@s Plus Zürich mit rund 50 anderen Organisationen der Zivilgesellschaft dezidiert gegen die gefährliche und unmenschliche Durchsetzungsinitiative ein.

Am 28. Februar stimmen die StimmbürgerInnen über die Durchsetzungsinitiative ab. Es geht bei dieser Initiative aber nicht um die Durchsetzung der Ausschaffungsinitiative, sondern um eine Verschärfung. Denn tatsächlich werden AusländerInnen bei schwerwiegenden Straftaten bereits heute ausgeschafft.

Mit der Annahme der Initiative würden auch Secondas und Secondos bereits nach geringfügigen Delikten ohne Vorstrafe von heute auf morgen automatisch und ohne Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände ausgeschafft. Rund 20% der Schweizer Bevölkerung, die in der zweiten und dritten Generation in der Schweiz leben, aber keinen Schweizer Pass besitzen, wären davon betroffen. Frauen und Männer, insbesondere aber auch Jugendliche, die in der Schweiz geboren sind, würden wegen eines Bagatelldeliktes aus ihrer Familie und ihrem gewohnten Umfeld gerissen und in ein Land ausgeschafft, das sie oft nicht oder kaum kennen. Diese permanente Unsicherheit und Angst, auf willkürliche Art ausgewiesen zu werden, hätte fatale Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Integration. Eine solche Behandlung ist zudem schlicht unmenschlich.

Ja zur Bildungsinitiative heisst Ja zu mehr Chancengerechtigkeit in der Ausbildung

Second@s Plus Zürich empfiehlt ausserdem ein Ja zur kantonalen Bildungsinitiative, die den kostenlosen Zugang zu allen öffentlichen Bildungseinrichtungen des Kantons Zürich für alle KantonseinwohnerInnen verlangt. Bildung ist der Schlüsel zu einem selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Leben. Dieser Zugang sollte allen Kindern und Jugendlichen gleichermassen offen stehen; unabhängig von der Dicke des Portemonnaies der Herkunfts-familie. Die Annahme der Bildungsinitiative kann einen Beitrag zu mehr Chancen-gerechtigkeit in der Bildung leisten – ein Grundanliegen von Second@s Plus Zürich, denn gerade Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund gehören leider immer noch über-durchschnittlich oft zu den VerliererInnen des hiesigen Bildungssystems.